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Schüler – Azubi – Facharbeiter
„Die Qualifikationsquote ist uns sehr wichtig“
Nur einen Steinwurf weit liegen sie auseinander – die Haupt- und Werkrealschule und die Profilmetall GmbH in Hirrlingen. Und doch weiß der eine vom anderen recht wenig. Geschäftsführerin Daniela Eberspächer-Roth lud deshalb die Schülerinnen und Schüler der nahe gelegenen Schule sowie der Realschule Haigerloch zum Firmenbesuch ein.

Schnuppertag für die Zukunft
Seit gut zwei Jahren bildet das Unternehmen Maschinen- und Anlagenführer, Fachlageristen und Industriekaufleute aus. „Mit diesem Tag wollen wir unsere Firma und die Chancen, die wir jungen Menschen bieten, bei den umliegenden Schulen bekannt machen“, so Eberspächer-Roth. Denn die Schüler von heute sind die Azubis von morgen und die Facharbeiter von übermorgen. Zusammen mit ihrem Ehemann Manfred Roth hat sie die Unternehmensleitung inne. Besonders wichtig ist ihnen eine hohe Qualifikationsquote. „80 Prozent unserer Angestellten arbeiten in dem Beruf, den sie erlernt haben“, verriet die Geschäftsfrau den Schülern.
Unterschiedliche Interessen sichern den Betrieb
Dass nicht jeder dieselben Interessen und Fähigkeiten hat, ist völlig in Ordnung. „Die verschiedenen Berufe für Kopf- und Handmenschen sichern den Betrieb in einem mittelständischen Unternehmen. Am wichtigsten ist das Herz und die Begeisterung für den eigenen Job“, so die Unternehmerin. Und weil die Auszubildenden selbst am besten wissen, was sie in ihrem Beruf lernen und machen, führten sie die Acht- und Neuntklässler durch die Produktion. Dort werden aus riesigen Metallbändern Präzisionsprofile und Zierleisten für Kühlschränke, Autoverkleidungen und Schaltschränke hergestellt.
Schnuppertag für die Zukunft
Die eigene Geschicklichkeit konnten die Besucher dann auch gleich unter Beweis stellen. Aus einem Metallstreifen galt es, mit Hilfe einer Zange einen Porsche zu biegen. „Gar nicht so einfach“, stellten sie reihum fest und waren umso konzentrierter bei der Arbeit. Marcel aus der achten Klasse der Hauptschule war begeistert: „Ich kann mir gut vorstellen, später mal einen technischen Beruf zu erlernen.“ Michael war sich dagegen sicher: „Für mich ist das nichts.“ Und genau dafür sind solche Tage da: Um herauszufinden, in welchem Beruf man später arbeiten möchte.
Perspektiven vor Ort
Auch die Lehrer der beiden Schulen freuten sich über das Angebot von Profilmetall. Sarah Sailer und Ole Schulze, Lehrer in Hirrlingen, berichteten von einem Vorzeigebeispiel. Nach einem solchen Schnuppertag habe sich ein Schüler für ein Praktikum beim örtlichen Schreiner beworben und mache heute dort seine Ausbildung. Die Kontakte zu den Unternehmen vor Ort seien sehr wichtig, weil sie dem ein oder anderen Schüler eine Zukunftsperspektive bieten. Bernd Heiner, Lehrer in Haigerloch, sieht noch einen ganz anderen Vorteil: „Durch die Gespräche mit Unternehmern erhalten wir eine Rückmeldung aus der Praxis. So können wir den Unterricht besser auf deren Bedürfnisse ausrichten und den Schülern eine gute Vorbildung mit auf den Weg geben.“
IHK-Service
Nähere Informationen zu Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen sowie zur IHK-Kampagne „Wirtschaft macht Schule“ bei Ida Reichenecker, IHK Reutlingen, Telefon 07121/201-123 oder per E-Mail: reichenecker@reutlingen.ihk.de.
Fotos: IHK
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